Was Billigflüge auszeichnet und wie sie entstanden
Billigflüge haben sich erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts etabliert und werden oft von speziellen Flugverkehrslinien angeboten, die sich auf Billigflüge spezialisiert haben. Im Kampf um Kunden und Marktanteile haben auch die Fluglinien erkannt, dass man in Zeiten der Konjunkturflaute nur mit Dumpingpreisen neue Käufer locken kann.
Was Billigdiscounter im Bereich von Lebensmitteln und Textilwaren schon erfolgreich durchgesetzt haben versucht auch die Branche des Flugverkehrs zu erreichen. Indem sie Flüge billiger anbieten, aber dafür einigen Komfort wegstreichen, wie beispielsweise Bordverpflegung und ähnliches, hoffen sie auf Kundenzuwachs.
Theoretisch weniger Gewinn durch die niedrigeren Preise soll sich dadurch ausgleichen, beziehungsweise gesteigert werden, dass zwar pro Einzelperson weniger verdient wird, dafür aber auch viel mehr Kundschaft kauft.
Das Problem bei Billigfluganbietern ist aber oftmals, dass sie nur Flüge auf bestimmten Strecken billig anbieten können und nur an bestimmten Flughäfen in Ländern abfliegen und ankommen. Nicht selten sind diese Flughäfen in einer verkehrsungünstigen Lage, so dass man von dort aus nur mit einem Taxi oder Mietauto weiterkommt.
Ein Grund für diesen Nachteil ist, dass sich ein gewisses Monopol bestimmter Fluggesellschaften auf bestimmte Strecken und Flughäfen eingebürgert hat, so dass es die meist kleinen Dumpingfluggesellschaften schwer haben sich dagegen zu behaupten. Insbesondere bei Inlandsflügen herrscht meist eine Vorrechtsstellung einer bestimmten Fluglinie, zum Beispiel der Deutschen Lufthansa, weshalb Billigflüge oft nur ins Ausland angeboten werden.
Billige Inlandsflüge finden sich nur durch Tochterunternehmen des Vorherrschenden Konzerns, oder wenn die Fluglinie selbst billige Flüge anbietet. Diese sind aber meist so konzipiert, dass die Anzahl an billigen Flugplätzen begrenzt ist und neben den vielleicht fünf günstigen Plätzen nur noch teure verfügbar sind. Oder die billigen Plätze werden als eine Art Restposten wenige Stunden vor Abflug angeboten.
Neben den inzwischen bekannteren Billigfluganbietern Ryanair und Germanwings, die vor allem Auslandsziele ansteuern, hat sich inzwischen auch Air Berlin als Anbieter von günstigen Flügen durchgesetzt und deckt vor allem den inländischen Flugverkehr ab.
Der ebenfalls bekannte Reiseveranstalter Expedia führt keine eigene Billigfluglinie, sucht für Flugreisen aber immer den billigsten Anbieter heraus und macht dadurch kostengünstige Fernreisen möglich.
Über den Autor
Gabriele Hase ist freie Übersetzerin mit über 20 Jahren Berufserfahrung und lebt seit den 80er Jahren in Kapstadt, Südafrika.
Sie liebt ihre Arbeit, durch die Sie Kontakte rund um den Globus aufbauen konnte. Sie ist eine moderne, junge Frau, die die heute üblichen Kommunikationsmittel für Ihre Arbeit einzusetzen weiß.
Natürlich kennt Sie sich auch bestens bei den Billigflügen aus. Falls Sie mehr über Gabriele wissen möchten, besuchen Sie bitte ihre Website oder schreiben Sie ihr an hase@telkomsa.net.
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