Die Geschichte der Billigflüge
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Die Geschichte der Billigflüge

 

Eine Idee tritt den Siegeszug um die Welt an. In Europa glaubt man gern, dass Ryanair die Geschäftsidee der Billigflüge erfunden hätte – doch dies ist nur ein Teil der Geschichte: Lesen Sie wie und wo alles begann und erfahren Sie, wohin die Trends gehen!


Alles begann 1971 mit Southwest Airlines. Eine Fluggesellschaft, die bis heute erfolgreich und stets profitabel fliegt und mit über 350 Flugzeugen täglich zahllose Menschen überall innerhalb der USA befördert.

Die Idee war, so vielen Menschen wie möglich eine Flugreise – auch an weit entfernte Ziele – zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Nach kleineren Anlaufschwierigkeiten startete Southwest dann Ende der Siebziger Jahre richtig durch. Der Siegeszug der Billigflüge begann!

Nachdem Southwest Fluggesellschaft bewiesen hatte, dass man mit Billigflügen Geld verdienen kann, griff Ryanair die Geschäftsidee der preiswerten Verbindung von Metropolen in Europa auf. Die Irische Fluggesellschaft startete 1985 von Waterford im Südosten Irlands nach London und hatte rasch Erfolg mit der Beförderung von Berufspendlern. So konnte einerseits das Streckennetz zügig ausgebaut werden, andererseits wurde das erfolgreiche Geschäftskonzept auch kopiert.

So stiegen zwischen 1991 und 1999 die Fluggesellschaft Virgin Express, Easyjet, buzz und go in das aufstrebende billige Geschäft ein. Ein Beweis für den von Beginn an hart geführten Konkurrenzkampf, ist die Tatsache, dass von diesen Nachfolgern nur noch Easyjet übrig geblieben ist.


Und wie:

Derzeit expandiert Easyjet massiv an den deutschen Flughäfen Dortmund und Berlin-Schönefeld und baut Verbindungen nach Osteuropa auf. Ziel der Fluggesellschaft ist es, attraktive Ziele zu bedienen und in den Köpfen der Passagiere als dynamischste und preiswerteste BilligFlüge Europas haften zu bleiben.

Einen Punkt behält Easyjet dabei immer im Auge: Profitable Verbindungen anzubieten! Denn die Vergangenheit zeigt: Billigairlines kommen und gehen schnell, wenn das Geschäftsmodell nicht auf profitablen Strecken aufbaut und die immensen Investitionen mit Gewinnen unterlegt werden können.

So ist es kein Wunder, dass Pionier-Fluggesellschaft wie Ryanair, Westjet (Kanada) und Southwest Airlines noch immer existieren und über Jahre, trotz starker Konkurrenz und durch Krisen wie die des 11. September, ein stetes Wachstum aufwiesen und profitabel geflogen sind.


Doch wie arbeitet man als Billigflüge gewinnbringend und begeistert gleichzeitig seine Passagiere? Hierzu gibt es in Europa und dem Rest der Welt unterschiedliche Ansätze. Gemeinsam ist allen, dass der Endpreis für den Endverbraucher möglichst gering bleibt.

Denn meist ist der Preis wichtigstes Kriterium für die Buchung bei einem Billigflieger. Erreicht wird dieser durch Konzentration auf das wesentliche, das heißt die Beförderung von A nach B, bei der es kaum Bordservice und keine Umsteigeverbindungen gibt, keine Papiertickets ausgestellt und die Flugbuchung über das Internet bevorzugt werden. In den Augen von Michael O’Leary, Firmenchef von Ryanair, geht es noch weiter.

So könnte man die Gepäckmitnahme abschaffen (oder zumindest kostenpflichtig gestalten) oder bereits in einigen Jahren Flugzeuge ohne Sitzplätze benutzen.


Aber auch andere Ansätze scheinen sich zu bewähren: So profiliert sich DBA als “Komfort-Low Cost Fluggesellschaft” mit kostenloser Bordverpflegung und Zeitschriftenangebot. HLX transportiert im Winter das Golfgepäck seiner Passagiere ebenso kostenfrei wie ein Paar Skier pro Passagier in bestimmte Winterziele. Die Ideen sind vielfältig und ein Patentrezept scheint noch nicht gefunden.


In der Zukunft wird durch das weitere Zusammenwachsen in Europa eine stärkere Nachfrage nach Inner-Kontinentalreisen zu verzeichnen sein. Dadurch sollte der Marktanteil der Billigflüge stetig zunehmen.

Damit verbunden sieht Michael O’Leary weiter sinkende Preise – was die Reisenden freuen dürfte! Weiterhin werden die Routen nach Osteuropa ausgebaut und das bestehende Streckennetz immer enger geknüpft werden – auch dies wird den Reisenden gefallen!

Doch ob man in einigen Jahren stehend, mit angeschnalltem Snowboard unter den Füßen in den Schnee fliegt, ist noch nicht sicher. Fest steht nur, dass Billigflieger das Reisen erschwinglicher machen und man Europa noch besser entdecken kann.

Über den Autor

Gabriele Hase ist freie Übersetzerin mit über 20 Jahren Berufserfahrung und lebt seit den 80er Jahren in Kapstadt, Südafrika.
Sie liebt ihre Arbeit, durch die Sie Kontakte rund um den Globus aufbauen konnte. Sie ist eine moderne, junge Frau, die die heute üblichen Kommunikationsmittel für Ihre Arbeit einzusetzen weiß.

Natürlich kennt Sie sich auch bestens bei den Billigflügen aus. Falls Sie mehr über Gabriele wissen möchten, besuchen Sie bitte ihre Website  oder schreiben Sie ihr an hase@telkomsa.net.

 

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