Was die Experten über GermanWings zu sagen haben (2)
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Die Sicherheit: Besser geht's nicht
Wenn die Lufthansa was macht, dann macht sie's richtig – ich hätte bei Germanwings nichts anderes erwartet. Verständliche Ansagen, Sicherheitsdemos per Video, die Monitore dafür werden aus der Decke ausgeklappt. Nur die Figuren, die sich da im Film anschnallen und die Sauerstoffmasken aufziehen, sehen ein bisschen aus, wie aus der Comic-Serie South-Park. Trotzdem: Ein eindruckvolles Ergebnis.
Service und Komfort
Auf den Monitoren sind während des gesamten Fluges die wichtigsten Daten zu sehen - Geschwindigkeit, Höhe, Entfernung, abwechselnd eine Karte mit der aktuellen Position. Etwas irritierend sind die angezeigten Städtenamen: Rabat, Adis Abeba und Baden-Baden - schließlich wollen wir nach Zürich.
Das Flugzeug ist neu und super sauber, reservierte Plätze gibt es keine, aber Nummernkarten. Wer zuerst am Schalter ist, darf zuerst einsteigen. Die Sitze sind sehr bequem - graues Leder, es gibt ein - noch recht dünnes - Bordmagazin, und kostenpflichtigen Service zu vernünftigen Preisen. Kaffee 1,50, Cola 2,- Euro oder ein Snackpack vom Lufthansa-Caterer LSG Skychefs mit Baguette, Getränk und Schokoriegel für 5,- Euro.
Der Service wird übrigens nicht um jeden Preis durchgeprügelt, damit die Kasse stimmt. Anfangs muss die sehr zuvorkommende Crew wegen der Turbulenzen sitzen bleiben. Dafür kommen Informationen aus dem Cockpit "Kaffeetrinken ist gerade keine so gute Idee, jetzt fliegen wir erst mal langsamer und steigen ein bisschen" - das sorgt für ein gutes Gefühl im durchgeschüttelten Bauch. Auch Germanwings bekommt einen Bonus für Mehrgepäck 25 Kilo plus 8 Kilo Handgepäck dürfen mit an Bord.
Das Fazit
Germanwings kann man empfehlen, aber diese Aussage dürfte kaum jemand überraschen. Unterschiede zu einem regulären Linienflug gibt es fast keine, mal abgesehen davon, dass man für den Bordsnack bezahlen muss. Das ist aber bei den Ticketpreisen locker drin.
Den Marktschreiern, auf deren Maschinen mal "Auf Wiedersehen Lufthansa" stand, kann man nach einem Germanwings-Flug nur sagen: "Auf Wiedersehen Ryanair". Denn im Vergleich zu dieser und anderen No-Frills-Airlines aus dem ersten Test fliegt die Lufthansa-Tochter in einer ganz anderen Kategorie - Billigflüge, aber made in Germany.
Über den Autor
Gabriele Hase ist freie Übersetzerin mit über 20 Jahren Berufserfahrung und lebt seit den 80er Jahren in Kapstadt, Südafrika.
Sie liebt ihre Arbeit, durch die Sie Kontakte rund um den Globus aufbauen konnte. Sie ist eine moderne, junge Frau, die die heute üblichen Kommunikationsmittel für Ihre Arbeit einzusetzen weiß.
Natürlich kennt Sie sich auch bestens bei den Billigflügen aus. Falls Sie mehr über Gabriele wissen möchten, besuchen Sie bitte ihre Website oder schreiben Sie ihr an hase@telkomsa.net.
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